IMHO - in my humble opinion -
Mein Blog zum Thema Privatsphäre, Internet und Humor.

++ AWD: "Möchten Sie für uns Arbeiten und viel Geld verdienen?" ++
 

Nicht, dass es verwerflich wäre viel Geld zu verdienen - aber ich habe den Eindruck, dass es beim AWD zu Lasten des Freundeskreises und der Familie geht.

Es beginnt mit fragwürdigen Rekrutierungsmethoden, denn man wird von einem Call-Center angerufen und die nette Dame aus Zürich-Schwamendingen kommt gleich auf den Punkt: "Sie sind Betriebsökonom HWV? Möchten Sie bei uns arbeiten und viel Geld verdienen?".

Auf die Frage, wie meine Direktwahl zum AWD gelangt ist, will die Frau nicht antworten, das könne nur der Chef, Herr J., ebenfalls in Zürich Schwamendingen. Beim ersten Gespräch würde er mich dann informieren.

Sie lässt nicht locker und möchte unbedingt, dass ich einen Termin vereinbare.

Mein Hinweis, dass sich bei mir beim Firmennamen AWD die Nackenhaare sträuben und ein grosses "Unseriös!" vor meinem gedanklichen Auge aufblinkt, lässt die Dame relativ kalt.

Ich erinnere mich noch schwach daran, dass vor 15 Jahren Studenten, Kioskverkäuferinnen und Handlanger in einer Schnellbleiche zu Allfinanzberatern geschult wurden. Nichts gegen diese Berufsgruppen, aber ich lasse mich doch auch nicht am Postschalter über Fonds oder Lebensversicherungen beraten - da vertraue ich doch lieber auf Leute aus der Branche.

"Soll ich Sie später einmal anrufen? Oder Ende Jahr?"

Ich sage ihr: "Geben Sie mir doch bitte Ihre Nummer, ich rufe Sie zurück".

"Das geht nicht, ich habe nur eine tote Nummer, mich kann man nicht anrufen". (--- Pause ---) "Ja, ich weiss wie das jetzt klingt, aber es ist tatsächlich so."

Meine Frage nach der Datenherkunft wollte dann auch der Chef (seine e-mail Adresse habe ich aus dem Internet) nicht beantworten, dort hiess es, dass er keinen Zugang habe, sondern, dass nur Frau A. wisse, woher meine Kontaktangaben stammten. Die Unterlagen seien bei ihr.

Ich bleibe dran, denn ich vermute, dass AWD auf illegalem Weg zu meinen Kontaktangaben gekommen ist.

Eine Vermutung habe ich, auf welchem Weg das geschehen ist, aber so lange AWD mir partout nicht sagen will, wer meine Kontaktdaten dort hinterlegt hat, kann ich nur vermuten, dass es ein Vereins- oder Mitgliederverzeichnis ist, in dem ich erwähnt bin und bei dem ganz vorne und ganz deutlich steht, dass es nicht zu Werbezwecken verwendet werden darf.

Da die Rekrutierung von neuem Personal bei AWD ein Teil der Strategie ist, zu mehr Kunden zu kommen, ist es eindeutig eine Marketingmassnahme.

Wie ich darauf komme?
Googelt mal nach AWD und lest die Erfahrungsberichte, z.B. vom KTipp.

Beim AWD ist nicht die Beratung im Vordergrund sondern es geht einzig um den Verkauf. Der Lohn, den man erhält gilt (nach meinen Informationen) als Provisionsvorauszahlung und muss rückerstattet werden, wenn man das Umsatzziel nicht erreicht.

Wenn man dann nach 3-4 Monaten beim gesamten Familien- und Freundeskreis in Ungnade gefallen ist, bleibt einem nur noch der Ausweg, seine Grossmutter auch noch zu verkaufen.

Doch halt! Es gibt noch eine Möglichkeit: gar nicht erst beim AWD einsteigen.

Als Alternative könnte man auch bei Herbalife oder einer anderen Multilevel-Marketing-Organisation einsteigen und die Familie und die Freunde mit Produkten auf die Palme bringen, die sie schon lange und unbedingt benötigt haben.

Für weniger skrupellose Mitmenschen empfehle ich die Organisation von Tupperware-Parties, da stimmt wenigstens das Produkt. Ehrlich, diese Schalen halten ein Leben lang und sind erst noch resistent gegen Finanzkrisen.

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posted by Kaspar on www.imho.ch | direkter Link: Dienstag, Februar 10, 2009 top
        
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