IMHO - in my humble opinion -
Mein Blog zum Thema Privatsphäre, Internet und Humor.

++ Deutschland wählt Nationalfarben ++
 

Eigentlich wählte Deutschland heute den Bundestag, aber wenn man den aktuellen Hochrechnungen glauben darf, dann führt die CDU/CSU (schwarz) vor SPD (rot) und der FDP (gelb). Das ergibt "Schwarz-Rot-Gold" und damit gleichzeitig die Farben der Deutschlandfahne.

Also hat Deutschland heute die Nationalfarben gewählt!

As simple as that.

Etwas schwieriger wird es jetzt sein, eine Koalition einzugehen und eine Regierung zu bilden. Es stellt sich natürlich schon die Frage ob die Sieger (CDU/CSU) die FDP einfach links liegen lassen können um mit der SPD zusammen eine Regierung zu bilden. Andererseits würden dann die Grünen von der SPD fordern, auch eingebunden zu werden.

Da mir die vom Onlineangebot des Tages-Anzeigers vorgeschlagenen Koalitionen zu langweilig sind habe ich ein paar eigene Varianten:

Seien wir gespannt ob es eine rot-schwarze Regierung geben wird (das wäre dann eine Tango-Regierung: in konstanter Spannung gehalten, mit teilweise abrubten Richtungswechseln, ernst und eben rot/schwarz). Dies ist übrigens auch die von den meisten Deutschen favorisierte Variante. Einziger Schwachpunkt: im Tango führt normalerweise der Mann und nicht die Frau.

Vielleicht gibt es ja aber eine schwarz-rot-gold-Regierung? Allerdings hat die FDP zwar viele Sitze gemacht, aber keine herausragenden Persönlichkeiten, die von einer Mehrheit der Deutschen in eine Regierung gewünscht werden.

Da wäre sogar der Joschka Fischer noch mehrheitsfähig. Vom Extremisten zum Turnschuhpolitiker, geschniegelten Aussenminister und dann noch zum Visa-Minister, der sich live im Fernsehen einem Ausschuss mit harten Fragen stellen musste. Aber alles ist an ihm abgeperlt.

Oder eine wirklich grosse Koalition: Eine schwarz-rot-gelb-grüne Regierung.

Die Opposition würde dann noch aus der Linkspartei bestehen (ex PDS und ex SED) und aus der ausserparlamentarischen Opposition, die sich in Parteien wie APPDund "DIE PARTEI" erschöpft. Aber die haben nicht wirklich Interesse an der Politik: die einen wollen nur noch saufen, die anderen möchten die Mauer wieder aufbauen und stellen deshalb gleich zwei Kanzlerkandidaten.

Die schwarz-rot-gelb-grüne Regierung wäre in etwa das Modell der Schweiz: die grössten Parteien sind bei uns im Bundesrat vertreten und arbeiten laufend daran, sich gegenseitig das Wasser abzugraben. Da in Deutschland auf Nationaler Ebene das Kollegialprinzip nicht so geläufig ist wie bei uns, könnte das zumindest zu Beginn ziemlichen Stoff für die Medien geben.

Seien wir gespannt. Fassen wir das Wahlergebenis mal wie folgt zusammen:

"Change isn't necessarily improvment"

posted by Kaspar on www.imho.ch | direkter Link: Sonntag, September 18, 2005 top
        
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