IMHO - in my humble opinion -
Mein Blog zum Thema Privatsphäre, Internet und Humor.

++ Ach wir haben's gut (Fortsetzung) ++
 

Es ist ja nicht so, dass die eine Zeitung der anderen abschreibt, aber auch der Spiegel hat Korrespondenten, die über fremde Länder (sprich: ausserhalb der EU) berichten. Das nennt sich dann Travellog und ist interessant zu lesen, speziell natürlich wenn es um die Schweiz geht. So kommt es, dass ich meinen Artikel vom März 2005 mit dem Titel "Ach wir haben's gut" noch um eine neue Folge ergänze.

Der Spiegel-Korrespondent Henryk M. Broder hat seine aktuelle Sicht der Schweiz unter die Ueberschrift "Erlaubt ist, was nicht stört!" gestellt. Keine Angst, auch wenn der Artikel die einen oder anderen Eigenheiten unserer "Confederatio Helvetica" etwas belächelt, so ist es nie abwertend geschrieben. Schliesslich gehört der Autor ja zur "Achse des Guten" und nicht zur "Achse des Bösen".

Belustigt hat ihn auch die Diskussion um die Stil-Frage im Zusammenhang mit der Schengen-Abstimmung. Die Kampagne der Gegner mit dem Munch-Motiv und die Reaktionen der Befürworter führt er auf das gutschweizerische Harmoniebedürfnis zurück. Er schreibt dazu:

Was in der Schweiz schon als eine heftige Kontroverse gilt, wäre in der
Bundesrepublik eine Schmusestunde am frühen Nachmittag bei der Augsburger Puppenkiste
mit Jürgen Fliege als Stargast.


Google-Suchtreffer für 'Propagandaminister' führt zu MörgeliDas mag mit dem Unterschied zusammenhängen, dass in Deutschland vor allem Berufspolitiker am Ruder sind und wir hier in der Schweiz das Milizsystem pflegen.

Für einen Sieg hat die Angstmacherkampagne der SVP nicht gereicht, dafür hat der Propagandaminister in Google mit diesem Suchbegriff den ersten Platz errungen, also noch vor dem Propagandaminister des 3. Reiches. Etwas anders wird es wahrscheinlich im Herbst aussehen - wenn es um die Personenfreizügigkeit geht wird sicher mit härteren Bandagen gekämpft. Andererseits wird sich dann auch die Wirtschaft einmischen und das Feld nicht mehr einfach der AUNS und der SVP überlassen. Von irgendetwas müssen wir ja leben. Die Anbauschlacht (auch Plan Wahlen genannt) ist vorüber, anstelle von Kartoffelfeldern pflegen wir Golfplätze - unser Wirkungsgebiet müsste dementsprechend der Weltmarkt sein.

Aber zurück zum Artikel: er ist wirklich lesenswert - viel Spass dabei.

posted by Kaspar on www.imho.ch | direkter Link: Dienstag, Juni 07, 2005 top
        
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