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Mein Blog zum Thema Privatsphäre, Internet und Humor.

++ TEOTWAWKI: Nach RAID und RISC kommt jetzt RAISC ++
 

Heute haben wir es von der etwas ungewohnten Verheiratung von zwei Informatikbegriffen, wie es die Welt noch nicht gesehen hat - RAID und RISC tun sich zu RAISC zusammen und bilden damit eine Plattform für interessante, innovative, nachhaltige und durchschlagende TEOTWAWKI-Konzepte. Keine Angst, die Begriffe werden später noch genauer und verständlich erklärt.

Wer sich schon einmal mit der Anschaffung eines Fileservers befasst hat, kennt sicher die Abkürzung RAID (Redundant Array of Independent Disks), an der die Ausfallsicherheit des Datenspeichers ablesbar ist. So steht RAID 1 für gespiegelte Festplatten ("Mirroring"), Raid 3 für das Anlegen von Prüfsummen ("Parity") u.s.w. - allen RAID-Leveln gemein ist der Gedanke, dass man Daten über mehrere unabhängige Festplatten verteilt um die gewünschte Ausfallsicherheit zu erreichen.

RISC hingegen kommt aus dem Prozessordesign und steht für "Reduced Instruction Set Computer". Dabei wird davon ausgegangen, dass - von Heimcomputern und anderen Tamagotchis einmal abgesehen - Computer ihre Stärke am Besten entfalten können, wenn sie nur auf wenige verschiedene Befehle dressiert werden. Diese wenigen Befehle können Sie aber dann mit grosser Geschwindigkeit abarbeiten, ohne sich um abgehobenere Dinge zu kümmern, mit denen sich z.B. die Intel-CPUs mit MMX-Erweiterung abmühen (MMX= Multi Media Extension). Die bis zum Platzen mit Befehlssätzen aufgemotzten CPUs der Heimcomputer sind meist auf CISC-Basis (Complex Instruction Set Computer) und können eine Vielzahl von Dingen - nur eben im Vergleich weniger schnell.

Mit der neuen RAISC-Idee können diese beiden Technologieen auf wundersame Weise kombiniert werden. Einerseits wird durch die schiere Anzahl der ISC sichergestellt, dass eine Ausfallsicherheit entsteht und konstanter Nachschub und Nährboden zugeführt wird. Die ISC wiederum versuchen mit möglichst offenen Architekturen (allerdings trotzdem grösstenteils propriätären Designs) die eigene Rechenzeit und den eigenen Netzzugang der RAISC-Idee zur Verfügung zu stellen. Wichtig ist dabei, dass keine störenden Technologieen wie Virenscanner oder PersonalFirewalls dazwischengeschaltet werden, die die ganze Redundanz und Usability des RAISC brechen oder zumindest bremsen könnten.

Durch das bestechende RAISC-Konzept können die Replikationsmechanismen der Nutzprogramme vollständig ausgenützt werden und der schnelle Zugang trägt das seine zur Datenverbreitung bei. Bei den Daten handelt es sich vorwiegend um businesskritische Textmeldungen, die über das SMTP-Protokoll übermittelt werden. Es ist dabei zu 99% sichergestellt, dass die Datenempfänger diese businesskritischen Texte redundant erhalten um sicherzugehen, dass die Meldungen auch sicher ankommen.

Um den technischen Laien etwas auf die Sprünge zu helfen: bei TEOTWAWKI (The End Of The World As We Know It) handelt es sich um eine Abkürzung aus der Philosophie, während es sich bei RAISC um ein Produkt der Phantasie handelt. RAISC steht in diesem Zusammenhang für Redundant Array of Impossibly Stupid Customers und bezieht sich auf diejenige Untermenge von Computerbenützer, die es bis zum heutigen Tag immer noch unnötig finden, ihren Computer mit einem Virenscanner auszurüsten, mit einem Personal Firewall zu versehen und regelmässige Updates des Betriebssystems vorzunehmen. Diese RAISC sind leider die Steigbügelhalter der Virenprogrammierer und SPAMMER, die das ganze Internet mit Schädlingen und sinnlosen Texten überfluten. Als Gegenmassnahme diskutiert man in Expertenkreisen eine Präventionskampagne im Stil von Stop-Aids zu starten und beispielsweise jeder ADSL-Anmeldung ein 5er Pack Virenscanner beizulegen. Motto: "Nie wieder ohne".

Als nicht adäquat wurden Forderungen von langjährigen Internetbenutzern abgetan, die Jungsurfer sollten das ADSL-Modem nur auf Zeit erhalten, dürften die ersten Online-Stunden nur in Begleitung eines erfahrenen Surfers absolvieren und müssten präventiv Sozialzeit verrichten um in die Net-Community aufgenommen zu werden (z.B. während eines Tages alle eingehenden ABUSE-Meldungen eines grösseren Internetproviders zu bearbeiten).

Einen guten Gratis Virenscanner gibt es beispielsweise bei H+BEDV, einen Personal Firewall kriegt man bei Sygate und Windows-Updates kann man im Internet Exploder unter Extras/Windows-Update ausführen lassen. Noch besser ist natürlich der Umstieg auf Firefox und Thunderbird, zwei gute, schnelle und einigermassen sichere Programme, die in Sachen Sicherheit die beiden bekannten Anwendungen von Microsoft locker in die Tasche stecken können.

posted by Kaspar on www.imho.ch | direkter Link: Samstag, August 14, 2004 top
        
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