IMHO - in my humble opinion -
Mein Blog zum Thema Privatsphäre, Internet und Humor.

++ Hilfe ein treuer Hispeed-Kunde!! ++
 

Was bei der Swisscom einigermassen ein Routinevorgang ist, der mit einem Telefonanruf oder einem Besuch im nächsten Swisscom-Shop erledigt werden kann, muss bei der Cablecom hart und teuer erkämpft werden. Dabei werden keine Mühen gescheut, die Kunden einerseits über eine Nummer im Ferntarif mit Musik einzulullen (hoffentlich legen sie wieder auf…) oder mit einer 0900er Nummer saftig was daran zu verdienen.

Um was es geht?
Einen Umzug von A nach B oder im vorliegenden Fall von Bülach nach Dänikon.

Das Unheil begann damit, dass ich der Cablecom einen Fax geschickt habe (die Administration ist abends nicht zu erreichen und die Technik zockt über eine 0900er Nummer kräftig ab.).

Eigentlich wollte ich wissen, ob ich das Modem in Bülach ausziehen und in Dänikon wieder einstecken kann. Ausserdem habe ich die Adressänderung mitgeteilt.

Reaktion der Cablecom: ein Brief mit dem Hinweis, dass die Hispeed-Tauglichkeit der neuen Wohnung abgeklärt werden müsse und dass dies etwa 2 Wochen dauern werde (hey, das wiederum erinnert mich an die "Schweizerische Telekom PTT").

Meine Antwort: Der Vormieter hiess xy und hatte bereits selber Hispeed-Internet, ausserdem ist bereits eine Breitband-Dose installiert (die mit den 3 Buchsen).

Reaktion der Cablecom: keine.

Am 30. September war meine Internetleitung tot.

Nach mehrmaligem Ein- / Ausschalten des Routers etc. rief ich bei der Hotline (0900 im Ferntarif, nach 10 Minuten Fr. 2 pro Minute) an um nachzufragen, weshalb mein Router keine IP-Adresse zugeteilt erhält.

Antwort: Sie wurden aus der User-Datenbank gelöscht (resp. auf „passiv“ gesetzt), dies hat nichts mit dem Umzug zu tun. Das ist ein Zufall. Wir kümmern uns darum.

Am nächsten Tag probiere ich es in der Mittagspause aus: nix geht. Leitung tot.
(vielleicht hat jemand die Kupferleitungen geklaut und auf dem Schwarzmarkt verkauft?)

Ein Anruf bei der Administration, mit dem Zweck, herauszufinden, weshalb ich auf einmal als Passiv-Mitglied der finanziell arg gebeutelten Cablecom fungiere (wir erinnern uns schwach: zu teuer an ein Kommunikationsunternehmen verkauft, dann ging die Käuferin pleite und schwupps wechselte die Cablecom – als Pfand – an eine Bank) diesmal auf die etwas kostengünstigere 0848er-Nummer wurde zum Erlebnis.

Ich war gerade beim Hauptbahnhof und rief mit dem Natel bei der Cablecom an. Nach ein paar Minuten (also etwa auf der Höhe des Hotels Gotthard) verband mich eine freundliche Dame der Verkaufsabteilung mit der Administration (habe wohl die falsche Ziffer gedrückt). Dan dudelte die Musik vor sich hin, so in etwa bis auf die Höhe des Paradeplatzes, dann dudelte es weiter bis zum Bleicherweg. Dort meldete sich die Administration und erklärte mir, dass das Problem darin liegt, dass ich nicht auf Ende Monat umgezogen bin. Dazu bekam ich eine wirre Erklärung, wonach es nicht möglich ist per 4. oder 9. Oktober umzuziehen und dass deshalb mein Zugang auf Ende September ausgeschaltet wurde.

Tja. Die Technik sagt es liegt an der Datenbank, es habe nichts mit dem Umzug zu tun. Die Administration sagt es liege am Umzug.

Schwupps wurde ich nochmals auf die Warteschlaufe geworfen (für etwa weitere 7 Minuten!!!) und der Fall war klar: man zieht einfach nicht innerhalb des Monats um. Das geht nicht. Unmöglich!.

HALLO????

Reality-Check: wie viel Prozent der Umzüge passieren genau auf das Monatsende??

Wenigstens hat mir die Dame versichert, dass sie mir den Zugang wieder aufschaltet (und ich habe es tatsächlich geglaubt….).

Am Abend: Leitung tot.

Wieder ein Anruf, den gleichen Hotline-Mitarbeiter erwischt wie am Abend vorher. Zum Glück. Er wusste schon um was es geht, erlöste mich von der teuren 0900er-Nummer und versprach zurückzurufen. Was er dann auch prompt tat.

Entgegen seinem Beteuern, dass er das Problem erst morgen lösen lassen könne, hat er es unterdessen geschafft: der Zugang geht wieder!!

DANKE an den unbekannten Hotline-Mitarbeiter (mit dem spanischen Namen?), der mein Konto wieder aktiviert hat.

Denkt also daran, falls ihr unter dem Monat umzieht:
unbedingt auf ADSL wechseln, die Cablecom ist bei Umzügen innerhalb des Monats überfordert!


Fazit:
Das Ganze hat mich viele Nerven gekostet, die Natelrechnung wird wahrscheinlich (da ist die Swisscom wieder mal mitschuldig) etwa so hoch sein wie der Monatsbetrag, den ich der Cablecom jeweils überweise. Naja, zusammen mit den Gebühren für die SEX-CHAT-0900er-Nummer der Hotline auf jeden Fall bestimmt.

Und warum?
Weil ich den Umzug gemeldet habe. Hätte ich nichts unternommen wäre zwar die Rechnung an die alte Adresse gegangen, dafür hätte aber wenigstens der Internetzugang funktioniert.

Vielleicht schreibe ich noch ein Briefchen an Cablecom Management GmbH, Industriestriestrasse 19, 8112 Otelfingen.

Aber vielleicht doch lieber nicht, sonst stellen mir die aus irgendeinem Grund nochmals den Internetzugang ab. Vielleicht ist das die Standartantwort auf Kundenanfragen?

Und das bei Kunden, die dem Hispeed-Angebot nun schon sein 1998 die Stange halten und zwischendurch bei technischen Unzulänglichkeiten schon oft viel Geduld gebraucht haben (man erinnere sich an den DNS- und an den SMTP-Server-Ausfall).

Oder den Witzbold von einem Techniker, der auf allen Leitungen über die KEIN hispeed-Zugang betrieben wurde ein Filter montieren musste und prompt meinen Zugang rausfilterte....

Auf jeden Fall habe ich bis jetzt nur nette Techniker kennengelernt (ja, in 4 Jahren kommt was zusammen), aber im Gegenzug schon viel Zeit mit Abwarten investiert.

posted by Kaspar on www.imho.ch | direkter Link: Mittwoch, Oktober 02, 2002 top
        
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